Archiv für den Monat: November 2015

Von Mythen, Elementen und Kindern: Ein Besuch im Hans Arp Museum Rolandseck

Es ist der Tag nach den Anschlägen auf Paris, ein ungewöhnlich sonniger, warmer Herbsttag. Das Rheintal zeigt sich von seiner idyllischen Seite. Es ist friedlich hier, sauber, ruhig und schön. In unseren Hinterköpfen bleiben trotzdem die Nachrichten. Und dann dieser Satz, im Museumssaal hoch oben über dem Fluss: „Wir vergaßen auf Augenblicke die qualmende Sinnlosigkeit brütender Trümmerwelt des Krieges.“ Die Kunst hilft, die Realität zu bewältigen, davon war der Bildhauer, Maler und Dichter Hans Arp überzeugt. Und seine Realität war oft eine grausame, feindliche. Unter den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ verfemt und verfolgt, lebte er viele Jahre heimatlos im Exil. Noch während des Krieges verlor er seine geliebte Frau Sophie Taeuber-Arp durch einen tragischen Unfall – ein Schock und ein Verlust, von dem er sich lange nicht erholte.

"Tanzgeschmeide" mit Blick auf den Rhein

„Tanzgeschmeide“ mit Blick auf den Rhein

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