Archiv für den Monat: Juli 2014

Neuentdeckt und wiederentdeckt: Ganes und Hubert von Goisern

Ganes

Quelle: ganes-music.com

Heute verrate ich ein peinliches Detail aus meiner Vergangenheit: Ich habe mal Akkordeon gespielt. Damals gab es noch keinen Tango-Hype und das Akkordeon galt vor allem als „Schifferklavier“, auf dem man Volkslieder und Schlager spielte. Nicht besonders cool, vor allem nicht als Teenager. Aber: Es gab Hubert von Goisern, und der hat mich ein bisschen mit meinem Instrument versöhnt. Er war der erste Künstler, den ich kannte, der das Akkordeon und die Volksmusik neu interpretiert und ein Crossover mit Rock- und Popmusik, später dann mit Weltmusik gewagt hat – ähnlich wie es Nigel Kennedy ungefähr zur selben Zeit als Geiger im Bereich der klassischen Musik gemacht hat. Weiterlesen

Schlechte Nachricht oder Neuanfang? Aufgang/Francesco Tristano

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle irgendwann mal über „Aufgang“ schreiben, eine Band, die auf einmalige Weise Klassik und Techno verbindet – und zwar so, dass sie nicht nur in Klubs und auf Festivals auftritt, sondern die Leute zu ihrer Musik tatsächlich tanzen. Ich habe sie erst im letzten Jahr so richtig für mich entdeckt, als sie unter anderem auch in Mannheim ihr zweites Album „Istiklaliya“ vorgestellt haben. Und so etwas hat es in dieser Form zuvor wirklich noch nicht gegeben: Drei klassisch ausgebildete Musiker – zwei Pianisten und ein Drummer – spielen in wahnsinnigem Tempo einen anarchischen Mix aus Klassik und Elektro, werden zum Bachfestival in Leipzig ebenso wie zum Sónar nach Barcelona eingeladen. Man kann das „Crossover“ nennen, eigentlich aber – so hat man den Eindruck – leben diese Jungs einfach nur ihre Musik, jenseits von Genres und Kategorien. Und machen dabei richtig Spaß. Weiterlesen

Stadt.Wand.Kunst II: Sicksystems/The Modern Thinker

Im Juli 2014 geht das Mannheimer Projekt „Stadt.Wand.Kunst“ in die zweite Runde. Nach Herakut im vergangenen Jahr wurde nun der russische Künstler Dmitri Aske aka Sicksystems eingeladen, eine Hausfassade in der Mannheimer Innenstadt zu verschönern. Diesmal war ich am zweiten Entstehungstag vor Ort und konnte dabei zusehen, wie die Hand des „Modern Thinker“ Gestalt annahm.

The Thinker

Work in Progress

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Freche Fläche im Schnawwl

Farbe

Copyright: Christian Kleiner, Quelle: Nationaltheater Mannheim

Ja, ich gebe es zu: „Freche Fläche. Verwandlungen in den Raum“ von Marcela Herrera und Nicole Libnau ist schon über ein Jahr alt. Aber ich bin so begeistert von diesem Kindertheaterstück – oder vielleicht sollte ich eher sagen: dieser Performance –, dass ich einfach noch darüber schreiben muss. Außerdem war es das erste Mal, dass ich mein Kind mit ins Theater genommen habe, also für mich doch eine Premiere. „Freche Fläche“ wurde auch in Heidelberg aufgeführt und ist jetzt zusätzlich mobil von Kindertagesstätten buchbar. Wir – mein Kind, ein Freund mit Mama und ich – sind ins Mannheimer „Schnawwl“ gegangen, das Kinder- und Jugendtheater des Nationaltheaters. Weiterlesen