Archiv der Kategorie: Fotografie

Stille und Sturm ‒ Der Bildband im „Auge der Zeit“ über die gefährdeten Sahara-Kulturen

Die Welt dreht sich im Moment mal wieder irre schnell, und man hat oft keine Vorstellung davon, wie es weitergehen wird. Was passiert da gerade – nun auf einmal auch nicht mehr nur weit entfernt, sondern direkt vor unserer Haustür? Hunderttausende fliehen, es ist eine riesige Völkerwanderung, der IS vernichtet wie eine stupide Maschinerie ein Kulturdenkmal nach dem anderen und auch die Kulturen selbst, das heißt: Menschen. Nordafrika und der Nahe Osten, an deren Konflikte und Diktaturen wir uns aus der Ferne gewöhnt hatten, versinken in einem immer größer scheinenden Chaosstrudel. Die Filmemacherin Désirée von Trotha ist seit vielen Jahren in der Sahara unterwegs, trifft die dort lebenden Nomaden und dokumentiert ihr Leben, ihre Kultur. Auch mit ihrem neuen Bildband „Im Auge der Zeit“, den sie zur Frankfurter Buchmesse vorstellt, will sie festhalten, was vielleicht nicht festzuhalten ist, gegen das Vergessen.

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Copyright: Désirée von Trotha/Cindigo Verlag

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Ein Format für Manhattan: Horst Hamanns Fotografien im Mannheimer Schloss

Ist die Universität ein öffentlicher Raum? Kann sie ein Ausstellungsraum sein? In Mannheim ist sowieso alles etwas anders, denn hier befindet sich die Universität im Schloss. Während die einen ins Seminar gehen, stellen sich die anderen einen Eingang weiter für die Führung durch die Barockräume an. In den langen Fluren des Mittelbaus warten Studierende auf die Sprechstunde und nehmen kaum Notiz von den Schwarz-Weiß-Fotografien, die direkt neben ihnen an den Wänden zwischen den hohen Fenstern des Schlosses präsentiert werden. Und in der Hasso-Plattner-Bibliothek sitzen die Lernenden unter hochformatigen Porträts von Menschen aus New York.

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Kurt-Schumacher-Brücke, Copyright: Horst Hamann

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